00:00:00: Servus und herzlich willkommen, ich bin Ingo Nomsen.
00:00:02: Und das ist die neue Ausgabe Coffee Clash.
00:00:04: Überraschungsgäste bei mir zu Hause.
00:00:06: Es ist immer wieder spannend auch für
00:00:08: mich wer da
00:00:08: plötzlich vor der Tür steht Und es müsste jetzt eigentlich irgendwann mal jemand klingeln.
00:00:14: Eigentlich Doch keiner da.
00:00:20: Ist denn da jemand da?
00:00:21: Ja!
00:00:23: Du könntest auch klingen.
00:00:24: Einmal klingen ist immer gut Ja natürlich Jetzt aber ich glaube Sag noch mal was.
00:00:31: Servus!
00:00:32: Hallo, hallo?
00:00:33: Ah...
00:00:36: Entschwabe.
00:00:38: Nein!
00:00:39: Florian Schröder, komm ich hab das doch schon...
00:00:42: Baden an Entschuldigung.
00:00:43: Ja, ein großer
00:00:44: Unterschied.
00:00:45: Sag man nicht Badenser.
00:00:47: Ja
00:00:47: auch aber das ist eher abwertend gemeint.
00:00:50: Würdest
00:00:50: du die Schuhe ausziehen?
00:00:51: Wir gehen los.
00:00:52: Selbstverständlich obwohl es natürlich für mich eigentlich gar nicht geht weil ich ja immer Die Schuhe anabendere.
00:00:56: die Schuhen passen zum Gürtel sind.
00:00:58: Ach, wie bei Lothar Matthäus?
00:00:59: Richtig!
00:01:00: Genau von dem habe ich das für mich sowieso das große Vorbild in jeder Hinsicht vor allem rhetorisch.
00:01:05: Dann komm mal rein!
00:01:10: Ja danke für den Besuch!
00:01:11: Gerne!
00:01:11: Das ist doch sehr entspannt.
00:01:12: Wie lange hast du hierher gebraucht?
00:01:14: Du wohnst ja auch in Berlin, ne?
00:01:15: Ich hab vom Retzauer Berg mit dem Fahrrad eine gute halbe Stunde gebrauchen,
00:01:18: ein bisschen mehr.
00:01:18: Du fährst nicht Fahrrad.
00:01:19: Ist er verständlich?
00:01:20: Ehrlich?
00:01:20: Ja ausschließlich.
00:01:22: Also ich fahr' auch viel öffentliche und fahr auch manchmal Taxi Aber die meisten Strecken mache ich wirklich mit dem Fahrrad, weil ich das am angenehmsten finde.
00:01:30: Und ich vergleiche dann immer bei Google Maps wie lange braucht man in der Öffentlichen?
00:01:32: Das dauert immer noch am längsten auch wenn es ja insgesamt in Berlin ganz gut ist.
00:01:36: Dann vergleich' ich mir Taxi und denke ich, dass kannst du auch mit einem Fahrrad machen!
00:01:39: Weil es ist nicht viel schneller
00:01:42: mit dem Taxi.
00:01:42: Das Lustig hat mich gerade ein Lastenrad besorgt.
00:01:45: Wirklich?!
00:01:45: Ein Longtail damit die beiden Kinder hinten sitzen können.
00:01:48: und du unangestrengt... Ich schwitze jetzt auch schon wieder, da ist es so heiß im Wellen.
00:01:52: Ich hätte mir keinen Anzug anziehen sollen.
00:01:54: Weil du so schnell unterwegs bist.
00:01:56: Ohne Anstrengung in der Kita und ...
00:01:58: Ich dachte, das Neueste sind E-Bikes?
00:02:01: Das ist ja ein E-Beik!
00:02:02: Ja natürlich.
00:02:04: Achso, ich fahre immer noch so'n analoges Bike aus mir.
00:02:09: jetzt war es ein Dramantfahrrad aus alten DDR-Zeiten.
00:02:12: Wahnsinnig gut nicht kaputt zu kriegen hervorragende Teile.
00:02:15: Meine Frau hatte eine alte Garzelle.
00:02:18: oder hat die immer noch einen Hollandrat?
00:02:19: Da habe ich mich vor zwei Wochen verletzt.
00:02:21: Bin sehr gefallen im Stehen Und jetzt funktioniert aber alles.
00:02:23: Das ist mir noch nicht auch passiert auf meinem Fahrrad, ich wollte losfahren... Bist
00:02:26: du auch im Stehen umgefallen?
00:02:27: Ja und
00:02:27: wahnsinnig peinlich!
00:02:28: Das war die allerletzte Vollidiot.
00:02:30: Ich wollte los
00:02:30: fahren und dann sehe ich dass da ein Fahrrad geparkt wird und ich merke ich fahre jetzt gegen das Fahrrad.
00:02:35: wenn ich nicht kurz und zwar wirklich erster Tritt in der Anfahrt sehe ich oh scheiße Fahrrad will links weg und falle einfach um Als wäre ich besoffen gewesen dabei was Vormittag.
00:02:45: Ich habe
00:02:45: auch gedacht wie kann man umfallen?
00:02:46: meine Mutter ist mit ihrem Rad um gefallen und fährt seitdem nicht mehr Fahrrad weil sie Angst hat.
00:02:50: Wie kannst du im stehenden Umfallen?
00:02:51: Ich wollte die Kinder abholen und fahren mit der Garzelle.
00:02:54: Einen kleinen Schlenker, weil ich dachte dann ist die Ampel grün, wenn ich die kleine Kurve fahre.
00:02:58: War sie aber nicht!
00:02:59: Dann bleib ich stehen, hab kurz balanciert und merke dich nach links kippe... ...und in dem Moment wollte ich mein linkes Bein vom Pedal nehmen.
00:03:07: Aber das hatte keinen freilaufenden Rücktritt.
00:03:09: Und es war ein Darbenrad und ich sah es viel zu nicht.
00:03:11: Ich habe meinen Bein nicht mehr runtergekriegt
00:03:13: und
00:03:13: wusste schon jetzt fall' ich da.
00:03:16: Es tat so wie ich habe auf der Straße geheult lief so irgendwie zurück, zitternd.
00:03:21: Und dann war natürlich kein Orthopäde mehr da und so.
00:03:23: Da musste ich vier Stunden in der Notaufnahme auf die Handschirurgien
00:03:26: wahren.
00:03:26: Ach du grusche Gott!
00:03:27: Der Ging ist halt einfach umfallen?
00:03:28: Nein, stehen.
00:03:29: Mammlos.
00:03:29: Genau.
00:03:30: Die hat nichts passiert?
00:03:31: Nein null... Ich hatte ein bisschen paar Schrammen am Knie und das war unangenehm.
00:03:35: aber mein Gott, das ist nach einer Woche auch wieder
00:03:36: weg.
00:03:37: Gut gut.
00:03:38: Ein Fahrradfahrer
00:03:39: wenn Du U-Bahn fährst oder so wirst Du oft erkannt sagen Hallo Herr Schröder Sie fahren U-Bahn?
00:03:43: Ja, meistens heißt es Herr Pupfhaft schön dass ihr auch da seid.
00:03:48: Hier das kommt schon vor und auch häufiger und das ist auch sehr angenehm.
00:03:52: ich habe da gar nichts dagegen.
00:03:54: aber mich nervt es dann doch so auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen zu sein
00:03:59: wenn sie nicht fahren.
00:04:00: ja und des momentes Fahrradfahrens hat er noch mehr Selbstbestimmtheit insbesondere weil man einfach fahren kann wie eine gesenkte Sau und weil sagen wir mal Schilder und Ampeln eher Vorschlagscharakter für mich haben.
00:04:11: Aber du bist ja sonst auch viel mit Bahnen unterwegs, oder?
00:04:13: Du bist halt quasi permanent auf Tour.
00:04:16: Ja
00:04:16: also ich mache so hundert und zwanzig Shows pro Jahr.
00:04:20: Das balt sich natürlich vor allem in den Monaten September bis Mai Juni.
00:04:25: jetzt im Fußball-WM ist es dann sehr ruhig das der langen Sommerpause was ja schön ist Und dann fahre ich viel Zug, das stimmt.
00:04:32: Weil ich auch keinen Führerschein habe und die weiteren Strecken fliege ich
00:04:35: dann.
00:04:35: Ja aber hast du keinen Bock irgendwie meinen Führerhänden?
00:04:38: Nein
00:04:38: für mich das allerletzte im Leben.
00:04:40: Echt?
00:04:41: Ich finde
00:04:42: das so unglaublich unsexy in einem Auto zu sitzen.
00:04:46: Und zwar weil mir geht es physisch
00:04:49: so auf den Sack!
00:04:50: Dieses Eingeschlossen sein, man sitzt da unten.
00:04:52: Man kann sich nicht bewegen, man kann nicht rumlaufen und im Grunde nicht konzentrieren.
00:04:56: Ich kann auch nicht wirklich arbeiten im Auto, also in Text schreiben oder irgendwas machen.
00:05:00: Das heißt es ist für mich... so schon vergeudete Zeit und dann noch hinter einem Steuer zu sitzen, um mich mit den ganzen Vollidioten darum zu schlagen die ich schön auf dem Beifahrersitz aber liebsten erschlagen würde weil sie entweder Achtzig fahren auf der Überholspur oder gar nicht fahren können oder verstehen bleiben.
00:05:15: Dann sind Sie über mit dem Fahrrad ärgern?
00:05:17: Da ärgere ich mich ja nicht.
00:05:18: da fahre
00:05:18: ich einfach drum rum oder über jemandem drüber und das ist ja...da ärgere Ich mich nicht so sehr.
00:05:25: Dann hab ich noch das Gefühl, ich habe ein bisschen was getan und deswegen Führerschein machen ist für mich wirklich das absolute Letzte.
00:05:31: Auch
00:05:31: als Kind oder
00:05:33: so?
00:05:33: Keine Sehnsucht nach Autos, keine Faszination für diese Gefährte gar nicht!
00:05:37: Als Kind aber die Sehensucht nach Bühne... Ab wann war die da?
00:05:39: Ja,
00:05:40: die war relativ früh da eigentlich so ab dreizehn vierzehnt.
00:05:44: Als ich angefangen habe in der Schule zu parodieren weil ich anders auch nicht durchkam und da war eigentlich klar dass im weitesten Sinne die Bühne die Unterhaltung der Spaß meiner Welt sein
00:05:55: würde.
00:05:56: Ich hab als Jugendlicher dich gesehen bei Harald Schmidt.
00:05:59: Ich kann mich wirklich auch noch daran erinnern, weil ich dachte fuck der hat es geschafft.
00:06:03: Der hat einfach gemacht!
00:06:04: Da hast du den einfach angeschrieben gehabt?
00:06:06: Ja,
00:06:06: ich habe da hingeschrieben und dachte Es wird Zeit Du bist vierzehn, du willst zum Fernsehen.
00:06:11: wenn die Karriere überhaupt doch rechtzeitig beginnen soll dann muss sie jetzt beginnen sonst bist du zu alt.
00:06:16: Dann fällst du aus der Zielgruppe obwohl die ja gerade erst begonnen hatte.
00:06:20: Und dann habe ich mich da beworben und dann haben sie mich tatsächlich eingeladen, und dann bin ich dahin gefahren und habe damit meinen Bordmitteln, dreißig, vierzig Sekunden Kohlenblumen und Lindenberg parodiert und dann hab ich nach Hause gefahren.
00:06:32: Das war aber der Anfang von allem denn danach... Da bekam ich ein Praktikum beim Regionalradio in Freiburg und das war dann so für mich schon der Anfang, weil da habe ich dann das Handwerkzeug gelernt.
00:06:43: Und da fing ich wirklich wieder am Nullpunkt an.
00:06:44: Da war nichts mit Juhoh-Dreißiesigungen parodieren sondern da ging es darum Bänder zu schneiden
00:06:50: Und zwar noch
00:06:51: mit der Hand auf Bobbys, wie die Dinger hießen.
00:06:53: Die gerne auch als Ascher, als Aschenbecher benutzt wurden von rauchenden Kollegen was damals ja in großem Büros noch möglich war.
00:07:01: Ich sage hier mal eigentlich ist Radio für alles eine gute Schule?
00:07:04: Ja!
00:07:04: Also wenn ich mich an meine Radiozeiten zurück erinnere irgendwie... ...ich bin damit zum vollen Unterjahrt vom Monau im Süden von München nach Garmisch immer getrennt, wenn ich die Morgenschicht hatte.
00:07:13: Ab und zu kam ich zu spät aber es war dann Privatradio, da war ja sonst keiner da.
00:07:17: Genau!
00:07:17: Das heißt,
00:07:18: man selber dann einfach eine halbe Stunde zu spät aufgemacht und dann... den Schalter angemacht.
00:07:23: Wir senden, wenn ich da bin!
00:07:27: Aber dieses
00:07:27: große Ziel, Kabarettist zu werden?
00:07:29: War das von Anfang an oder war einfach nur Medien rauf auf die Bühne und was machen?
00:07:33: Ich wollte ihn in die Show und ich wollte irgendwas unterhaltsam im Weiteste ein lustiges machen.
00:07:38: Damals wusste ich noch gar nicht, was Satire ist, damals wusste sie noch gar nichts, was ein Kabarettista ist.
00:07:42: Einfach Menschen unterhalten?
00:07:43: Nein, ich wollte Leute unterhalten.
00:07:44: Mein großes Vorbild war natürlich Tommy Gottschalk und ich Deutschland, Österreich und Schweiz.
00:07:53: Und später natürlich Generationen, unbedingt wurde Harald Schmitz auch ein Vorbild.
00:07:58: Natürlich auch dadurch was ich in der Sendung war und dann verschob sich das so.
00:08:02: und dann fing ich mit fünfzehn-sechzehn an die amerikanischen Late Night Shows zu gucken also Letterman und so.
00:08:07: Dann hatte ich eigentlich eine Haltung, die mir sehr gut gefiel, mit der ich mich gut identifizieren konnte und vielleicht dachte ich, dass könnte auch meine sein weil wir das ein bisschen moderner und aktueller erschienen als das klassische deutsche Kabarett.
00:08:22: Die Geschichte mit Harald Schmidt ist diese Verbindung geblieben über all die Jahre.
00:08:27: Trefft ihr euch noch ab und zu oder gerade in deiner Anfangszeit, weil er so jemandem anrufen konnte?
00:08:32: Nein!
00:08:33: Nee, so war Harald nie und das muss auch nicht sein.
00:08:36: Wir haben nämlich ein-zwei Mal telefoniert und ansonsten unterhält man sich im Grunde über andere Formate.
00:08:42: Das heißt... Er erwähnt mich in irgendeinem Format indem er sitzt.
00:08:45: Ich erwähne ihn indem ich in einem anderen Formatsitze.
00:08:50: Der Respekt von seinem Lebenswerk ist sehr groß und ein großartiger Kollege.
00:08:56: Aber jetzt da so eine Schein private, ach wir haben uns lieb!
00:09:02: Und das ist mein Mentor-Welt herzustellen.
00:09:05: Das wäre auch künstlich, dass es nicht
00:09:08: so.
00:09:10: heutzutage, wenn du jetzt unterwegs bist.
00:09:13: Diese Diskussionen über das was man sagen darf und was man nicht sagen darf viel größer sind als damals noch in den neunzigern oder in den achtzigeren.
00:09:22: als schmidt anfingen der dürfte er wirklich irgendwie Dinge sagen wo man danach nicht so große diskussion hatte wie heute.
00:09:29: Ja,
00:09:30: wobei ich bin nicht sicher ob man das nicht vielleicht im Zerspiegel des vergangenen auch ein bisschen verzerrt.
00:09:38: Denken wir an die Polen-Witze in den Neunzigern?
00:09:40: Das war ein Riesending.
00:09:41: darf der Polenwitzel machen!
00:09:43: Ist das nicht... Da man sagte man vielleicht noch nicht so sehr das Wort rassistisch aber es gab eine riesige Debatte.
00:09:49: Ich
00:09:49: würde aber meine Wahrnehmung meiner Wahrnehmung nach auch sagen, das Geschrei gab es schon immer.
00:09:56: Aber die Empfindlichkeiten waren nicht ganz so groß
00:09:59: wie heute.
00:09:59: Ich kann mich noch erinnern als Kuhlenkampf.
00:10:01: Der hat ja öfter mal... ich kann mich ja noch als Kind erinnernden da war irgendeine Sendung Da war eine Frau mit einem dicken Hund und sie sagte, wer in Kur gewesen?
00:10:17: Naja, bei dem Hund hat es ja auch nicht geholfen ungefähr.
00:10:21: Und dann da muss er danach... Also der wurde richtig durchs Dorf getrieben.
00:10:25: Deswegen bin ich immer so ein bisschen skeptisch wenn man versucht die eigene Gegenwart als etwas hinzustellen was es verunmöglicht irgendwas zu sagen.
00:10:35: Ich bin aber auch sehr skeptisch die Vergangenheit so zu verklären.
00:10:39: Im Pyrrhus bereitet man die Leute immer.
00:10:40: das Spezifische heute ist, dass sich die Zeit dahingehend verändert hat.
00:10:44: Dass es einfach ein anderes Bewusstsein gibt, dass es größere Gruppen, marginalisierte Gruppen gibt, die sich jetzt melden... Und
00:10:50: jeder kann sicher heute melden über Instagram und Social Media?
00:10:53: Richtig!
00:10:54: Und es kommen diese Medien dazu, also das heißt soziale Medien in denen natürlich auch ...die sind ein anderer Durchlauferhitzer, in denen es faktisch mehr Sender gibt.
00:11:03: Also mehr Leute, die senden Und dadurch hast du natürlich auch mehr Stimmen, die einen Gewicht kriegen jenseits klassischer Medienlogik.
00:11:09: Macht das was mit einem?
00:11:11: Wenn man sich auch so satirisch mit wichtigen Themen beschäftigt, dass man im Vorhinein überlegt, was löst und was jetzt aus, was ich sage... Jetzt hatten wir gerade die Diskussion mit Dieter Nuhr, der wieder mal durchs Dorf getrieben wird.
00:11:32: dass einer das Schulen kann genauer zu sein und sich zu fragen, ob man den eigenen Ansprüchen wirklich gerecht wird.
00:11:39: Ob die Proorte, die man macht dem Thema angemessen ist... Und das sind ja alles so Fragen, die muss man sich stellen.
00:11:46: Die muss ich auch jeder Journalist stellen, der schreibt oder Beiträge fürs Fernsehen macht.
00:11:51: Treffe ich das worüber ich reden will?
00:11:53: Oder ist das Bildschief oder ist der Witz unlogisch?
00:11:57: Ich finde da kann man dazulernen und präziser werden, ohne dass man jetzt ins Heulen geraten muss weil man jede Poronte mit einer Fußnote versehen muss.
00:12:05: By the way, Fußnoten schaden nie.
00:12:07: wenn man sie braucht kann man zeigen das man genau gearbeitet hat.
00:12:11: Das erfolgt schon mal.
00:12:12: das Wort Haltung in den Mund genommen ist ja auch ein großes Wort für jemanden der auf der Bühne steht.
00:12:17: Erklär das noch mal aus deiner Sicht, was heißt Haltung?
00:12:20: Für mich heißt Haltung etwas ganz anderes als das, was im Moment draus gemacht wird.
00:12:23: Also ich finde dass heute unter dem Begriff Haltung häufig so eine Art Ideologie versteckt wird wie man früher sagen würde.
00:12:30: also Leute die dann vom Haltungsjournalismus sprechen da bereuen sich mir schon die Zehnägel hoch weil ich in der Regel weiß woher es kommt und dass meistens Leute da sind die sich äußern die sehr von dem überzeugt sind, was sie sagen und denken und wo es wenig Durchlässigkeit gibt.
00:12:45: Für mich ist Haltung etwas anderes.
00:12:48: für mich ist haltung wie bei einem Schauspieler.
00:12:51: wenn man ein Schauspieler sieht gute Schauspiele nehmen ja Haltungen ein das heißt sie gehen beispielsweise nach vorne zur Kamera oder an den Bühnen ran Sie können brüllen sie können sich aber auch in die letzte Ecke setzen ganz leise sein und trotzdem hoch präsent sein.
00:13:04: das heißt Haltung ist etwas was für mich sehr beweglich ist was veränderbar ist.
00:13:08: das heißt wenn ich von der Haltung spreche sage meine Haltung dazu ist und dann erkläre ich, warum sie so ist.
00:13:13: Aber sie kann auch sich irgendwann ändern weil sich die Wirklichkeit geändert hat Und diese Flexibilität, die fehlt mir in diesem Haltungsbegriff wie er häufig benutzt wird
00:13:21: Also einfach so eine... Haltung, die einen dazu zwingt mit sich ständig im Reinen zu sein.
00:13:26: Genau
00:13:27: das halte ich für das Allerschlimmste also der Versuch eine Art Reinheit herzustellen.
00:13:33: Nein dann mit sich selber dass man sozusagen nach außen trägt was auch immer in einem drin ist und versucht sich die ganze Zeit zu verbiegen weil vielleicht irgendeiner dann etwas sagen könnte oder da?
00:13:44: Also das heißt ne Veränderbarkeit auch in dem Sinn dass man transparent zeigen kann vor Was weiß ich?
00:13:50: Zehn Jahren wird man Ausschnitte von mir finden.
00:13:53: Da habe ich Dinge gesagt, die würde ich heute nicht mehr sagen oder ich hatte damals eine Meinung, die heute nicht meine ist weil ich aber auch gewachsen bin oder mich verändert habe oder die Welt sich verändert hat.
00:14:05: Ich finde nichts schlimmer als Leute in ihrem Haltung sehr stark verändert haben, aber dann da sitzen und sagen ich habe es ja immer schon so gesagt.
00:14:14: Stimmt nicht!
00:14:14: Also steh mal dazu ist ja gar nicht schlimm wenn du dich veränderst, aber steht doch dazu.
00:14:18: Das ist das Leben, dass man sich entwickelt?
00:14:20: Eben im Prinzip.
00:14:22: Du hast ja auch, wenn ich das richtig im Kopf habe... Nicht Psychologie sondern Philosophie studiert.
00:14:29: Hast
00:14:29: du eigentlich abgeschlossen?
00:14:30: oder war das einfach nur um Inspirationen mitzunehmen?
00:14:33: Ich habe
00:14:33: bis zur Magisterarbeit durchgehalten, aber die Prüfung nicht
00:14:36: mehr gemacht.
00:14:37: Und warum?
00:14:38: Weil ich dann auf die Bühne gegangen bin und mit die Karriere dazwischen.
00:14:42: Also, ich war wirklich sehr diszipliniert dabei... Aber gut!
00:14:45: So ist es gelaufen und ich finde auch richtig, dass ein Philosophiestudium nicht abgeschlossen ist, denn ein abgeschlossenes Philosophie-Studium würde der Philosophies als Fach komplett... Nicht recht
00:14:55: werden oder
00:14:56: so?!
00:14:56: Das wäre scheißig!
00:14:58: Das ist das Schlimmste was man machen kann gerade so einfach bei dem man immer nur im Grunde einen Wald vor sich hat und einzelne Bäume beleuchten
00:15:07: kann.
00:15:07: Ich habe mein Diplom-Studiengang Journalistik abgeschlossen, auf den ich aber zwei Jahre pausiert hatte.
00:15:12: Sehr
00:15:12: weise!
00:15:13: Das ist ja auch der Journalismus ein abschließbares Feld?
00:15:16: Ja, ich weiß es nicht.
00:15:18: Ich hab's im Prinzip nur abgeschlossen weil die mich beim Bayerischen Rundfunk rausgemobbt haben damals aus dem Radio.
00:15:22: Im Prinzip.
00:15:23: Ich hatte dann irgendwie nix mehr zu tun und dann bin ich wieder zum Fernsehen.
00:15:26: Jetzt könntest du eigentlich auch abschließen musst du dann noch, ich glaube sieben Hausarbeiten abliefern, da hatte ich dann zwei Wochen Zeit und dann habe ich mich zur Prüfung angemeldet.
00:15:33: Das ist schon vorbei.
00:15:36: Also es ist eigentlich zu spät, sondern erst nächstes Jahr.
00:15:39: Aber ich habe sie so gerne im Radio gehört!
00:15:41: Wenn Sie mir bis Montag die ganzen...
00:15:45: Und das hast du gemacht?
00:15:46: Zu einer Zeit ohne KI?
00:15:48: Ohne KI genau!
00:15:49: Da musste man dann richtig Hausarbeiten ran und dann war ich leider wieder beim Fernsehen und da war die Prüfung und dann muss der RTL damals, die Kollegen in München haben mit dem, weil da Umfragezeit war.
00:16:00: Du kannst jetzt hier nicht Diplomarbeit schreiben zwei Monate und dann haben die meine mündliche Prüfung noch nach hinten raus verlängert im Zusammenspiel mit den Professoren.
00:16:10: Und dann hatte ich gerade nochmal einen Monat um meine Diplomarbeit zusammen zu zimmern, das war irgendwie über den Moderationsstil von Thomas Gottschalk.
00:16:18: Ehrlich?
00:16:18: In Wettendass!
00:16:19: Ah!
00:16:20: Und seine Auswirkungen auf die Folgegenerationen Eine interessante Arbeit, die wenig gelesen haben.
00:16:25: Spannendes Thema?
00:16:26: Dann hat das Studium plötzlich Spaß gemacht!
00:16:28: Ja, das
00:16:28: glaube ich.
00:16:29: Und würdest
00:16:29: du sagen, dass was du damals als These hattest... ...was die Auswirkungen seiner Moderationsfigur oder seiner Moderation Stils auf den kommenden Generationen angeht,... ...ist so eingetroffen wie du es vorher gesagt hast denn jetzt sind ja die kommende Generationen da.
00:16:41: Ich habe das ja verglichen anhand der rhetorischen Stilmittel der alten Griechen und so.
00:16:45: Ah, dann
00:16:46: ist Trommel natürlich sehr nahe.
00:16:48: Naja im Prinzip war schon weil dir mal damals gesagt immer bei dem Haltungsbegriff... fahren, du musst eine Haltung haben.
00:16:54: Der alte Rhetorer hatte ja ein Ziel und der hatte auch bestimmte Werte.
00:17:02: Im Prinzip so als Salopp gesagt war die Grundthese dass die Moderation dabei ist die alten Werte wie einen Tugenden irgendwie links liegen zu lassen anhand des schnöden Mammons.
00:17:12: Und das ist in gewisser Weise auch eingetreten.
00:17:16: Ah okay verstehe
00:17:17: ich.
00:17:18: Insofern ja... Das ist ingewissermaßen auch eingedritten.
00:17:22: Doch,
00:17:23: doch ich glaube ja.
00:17:24: Ich muss die Arbeit nochmal rausziehen.
00:17:26: Sie steht da drüben im Büro unangetastet seit Jahren übrigens.
00:17:31: Du hast es nie bereut dass du dein Studium nicht abgeschlossen hast und die Karriere ist auch immer so weitergegangen.
00:17:36: oder hattest du je irgendwie kleine Tiefs?
00:17:39: Ja also aber ich glaube das waren eher so innere Tiefes oder Momente der die ich dann als Niederlage oder als Fehler gesehen habe.
00:17:50: Ich bin nicht sicher, inwieweit sich das nach außen übertragen hat.
00:17:54: Ich hatte natürlich so Momente wo ich gemerkt habe da hab' ich Fehler gemacht oder da sind Dinge nicht so gelaufen wie ich das wollte.
00:18:02: aber... Was war die größte Niederlage?
00:18:04: Ja,
00:18:04: ich hatte ja damals ganz früh schon mit mit sechsundzwanzig eine erste Fernsehsendung beim SWR, die hieß Schröder und dann noch einer bei Dreisat.
00:18:13: Ich wollte bis ich dreißig bin, mit eigener Sendung beim Fernsehen sein und da bin ich mit Dreißig in beiden Sendungen wieder ausgewiesen.
00:18:19: Und das war eine harte Liederlage weil ich aber einsehen musste dass das zum Teil auch an mir lag und zwar glaube ich weniger an dem was ich gemacht habe sondern ich war damals einfach sehr größen wahnsinnig und ich war sicher dass die alle auf mich gewartet haben.
00:18:36: Ich hatte ja auch schon redaktionelle Erfahrung und Radio-Erfahrung seit ich fünfzehn war.
00:18:42: Ich bin dabei, glaube ich, ein bisschen mit großem Fuß
00:18:44: aufgetreten.
00:18:45: Und das musste ich dann lernen, dass es vielleicht besser ist von Konfrontationen auf Kooperation umzusteigen und das war kein ganz einfacher Weg!
00:18:55: Aber mittlerweile ist das alles lange her.
00:18:57: Ja...und was ich glaube, was irgendwie total wichtig ist und du zeigst es ja auch in deiner Arbeit dass man Dinge macht, wo man nicht so sehr von anderen abhängig ist.
00:19:06: Wie du mit deinem Bühnenprogramm, als deine Bücher machst einfach selber Zeug?
00:19:10: Genau!
00:19:10: Ja und das ist im Grunde das Wichtigste und das is ja auch heute mehr denn je möglich.
00:19:16: also du kannst ja... Das fängt an bei YouTube Instagram und geht dann über Bücher oder Live-Programme.
00:19:24: Du kannst dich ja da sehr unabhängig machen.
00:19:26: Und ich glaube sogar nur wenn du in diesen Feldern wo du ohne dass dir jemand groß reinquatscht dein eigenes Handwerkszeug erproben kannst, nur dann kann es auch interessant werden für andere.
00:19:39: Erprobst du dich immer noch in neuen Feldern?
00:19:42: Oder ist das bei dir mittlerweile so sehr Routine... Also ich war ja neulich in den Wühlmäusen in deiner Mixshow zu Gast.
00:19:49: Da hat man das Gefühl, du bist so routiniert eigentlich da geht eigentlich gar nichts mehr daneben oder?
00:19:54: Hast Du noch ein Safe Space wo du Dinge ausprobierst?
00:19:57: und wenn's Ja
00:19:58: probiere schon.
00:19:59: aber mein Anspruch ist schon so dass
00:20:01: die
00:20:02: dass die Leute etwas zu sehen kriegen, was den Anspruch hat in einer gewissen Hinsicht fertig zu sein.
00:20:13: Aber das heißt natürlich auch wenn ich etwas aufprobiere ist es nie so fertig wie ich's gerne hätte.
00:20:18: aber wo
00:20:18: probierst du dann aus?
00:20:20: In Vorpublikum!
00:20:21: Aber es muss eben gut vorbereitet sein d.h.
00:20:23: im Grunde gibt es einen Text oder eben haben wir Stichworte und überlegende Richtungen.
00:20:30: Das muss jeder für sich wissen, aber ich bin kein Fan davon.
00:20:32: Hey Leute!
00:20:33: Ich probiere jetzt mal was aus und warte mal hier habe ich drei Zettel und ich weiß noch nicht genau wo es hingeht.
00:20:37: das finde ich nicht so geil.
00:20:39: Das ist mein Respekt von dem Publikum weil die Leute Zahlen nicht eintritt damit sie sehen wie ich mich so halb durch den Text labiere.
00:20:50: Previews, also wo die Show wirklich am Anfang wenn sie ganz neu ist vorgelesen wird.
00:20:56: Weil ich sie noch nicht auswendig kann aber auch da versuche schon irgendwie halbwegs den Komposition hinzukriegen.
00:21:02: Das ist für mich eigentlich das Wichtigste weil ja und sonst sitzen die Leute da und denken was macht er denn?
00:21:10: Aber wie gesagt da muss jeder seine Form finden.
00:21:13: Und wie arbeitest du dann?
00:21:14: Hast du so einen festen Arbeitsablauf, stehst du auf, setz dich um neun an den Schreibtisch und schreibst jeden Tag.
00:21:18: Neun ist zu früh!
00:21:20: Keine Termine vor elf
00:21:21: Uhr...
00:21:23: Und dann leicht einsetzen.
00:21:25: Nee, ich fange so zehn, halb elf, fange ich an in der Regel und dann laufen die Tage natürlich sehr unterschiedlich.
00:21:31: Wenn ich wirklich jetzt einen kompletten Tag habe, wo ich zu Hause arbeite, dann recherchiere ich viel, gucke was sind die Themen?
00:21:37: Was mache ich heute?
00:21:39: Wenn es ein Tour-Tag ist, ist das wieder anders.
00:21:41: Dann geht's natürlich darum im Grunde auf den Abend hinzuleben, weil es ja um zwanzig Uhr dann meistens losgeht.
00:21:45: Bist du da noch aufgeregt?
00:21:46: Nein!
00:21:48: Das war ich eigentlich nie so sehr.
00:21:50: Und ich habe auch festgestellt, je aufgeregter ich bin, desto schlechter bin ich.
00:21:53: Denn je aufberegter Ich bin, des du mehr will ich zeigen, dass ich jetzt heute was Besonderes mache und dann ist es immer scheiße.
00:22:01: Also je ruhiger ich bin desto besser bin ich.
00:22:06: das ist mir mal klar geworden.
00:22:07: also wenn ich fast in meinem Gefühl das Gefühl haben ein bisschen unterspannt zu sein Es ist fürs Publikum
00:22:13: gerade gut.
00:22:14: Empfindest du das als großes Glück und Geschenk, dass du diese Karriere gemacht hast nachdem du es als Kind warst?
00:22:20: Definitiv ja!
00:22:21: Dass ich diesen Beruf so machen kann.
00:22:25: Und dass ich die Möglichkeiten habe, die ich habe... Da sehe ich natürlich einen Eigenanteil, da sehe ich auch, dass ich mir das erarbeitet haben.
00:22:33: Wie gesagt, es gab ja keinen Metzenen.
00:22:35: Es gab niemanden der...
00:22:37: Keine Connections in der Family?
00:22:38: Niemandem
00:22:39: denn?!
00:22:39: Ich kannte niemanden nicht.
00:22:40: Ich hatte keine Senderchefs, ich kannte Produzenten nichts.
00:22:44: Das ist die eine Seite, aber auf der anderen Seite ist mir natürlich auch viel ermöglicht worden.
00:22:49: Und ja dafür bin ich schon sehr dankbar.
00:22:53: Das merke ich immer daran dass ich nicht wüsste was ich sonst machen sollte außer dem was ich tue.
00:22:58: Ja und dafür arbeitest du aber auch ordentlich oder man hat das Gefühl du hast nie so richtig... Luft abzuschalten.
00:23:04: Ein Jahresende machst du dann wieder so?
00:23:06: Ja,
00:23:06: die Show ist für dich ein Jahresrückblick und machst du mal Urlaub
00:23:09: oder... Ja mach ich schon auch.
00:23:11: aber ich bin nicht der Urlaubsmensch der sagt Ich fahre jetzt drei Wochen in die Südsee oder sonstwo hin Und dann isst man wirklich absolute Ruhe.
00:23:23: Das bin ich nicht.
00:23:24: Oder soll ich jetzt mal eine Woche Handy weglegen?
00:23:26: das hat mich noch nicht erreicht.
00:23:28: Bist du ein sehr geselliger Typ oder eher so einen Einzelkämpfer?
00:23:31: Privat weiß man von dir relativ wenig in der Öffentlichkeit und du fünf Kinder hast zu Hause, würde ich jetzt sagen nein.
00:23:38: Wahrscheinlich ja nicht eher sieben.
00:23:42: Acht mit sechzehn verschiedenen
00:23:43: Frauen!
00:23:44: Bist Du gerne allein?
00:23:45: Ja, ich bin sehr gerne alleine.
00:23:47: Ich habe privat kein großes Bedürfnis im Mittelpunkt zu stehen.
00:23:52: Das heißt aber nicht dass ich ungesellig bin.
00:23:54: Also ich mag es schon auch mit Leuten zusammen
00:23:56: zu sein
00:23:57: Und das ist schon auch da.
00:23:59: Aber wenn ich jetzt die Wahl hätte oder wenn ich ehrlich mir gegenüber bin, muss ich schon sagen dass sich die Zeit des für mich seins schon auch sehr mag und sehr schätze.
00:24:12: Hast du denn irgendwelche ungewöhnlichen Hobbys?
00:24:14: Rennst du dauernd ins Kino oder ist im Prinzip deine Arbeit?
00:24:17: Alles ist Material und du sagst auf was du kommst.
00:24:19: Ich hab Hobbies war nie mein Begriff.
00:24:21: also so klassische Hobbies habe ich nicht weil alles was ich so tue ... dann doch wieder ineinander fließt und irgendwie dem... Das
00:24:29: ist ja nicht auch geil,
00:24:32: oder?
00:24:32: Ja.
00:24:32: Also ich würde jetzt nie in ein Verein gehen oder sowas,... ...dass das wäre wirklich für mich ausgesucht.
00:24:36: Aber Sport
00:24:37: machst du schon, oder bist du Jogger oder so?
00:24:39: Ja
00:24:39: genau!
00:24:39: Ich gehe laufen und geht trainieren und mache auch so Krafttrainingen und Zeug um so bisschen was...
00:24:46: ...das ist
00:24:47: für mich eine schöne Ablenkung weil es so herrlich stupide ist.
00:24:51: Und da habe ich einen Trainer der macht mir dann wieder ein Programm Und dann habe ich wieder drei Monate, was zu tun oder vier.
00:24:57: Da gibt er ein neues Programm und da macht man seine Wiederholung... ...und dann zeigte
00:25:00: mir das,
00:25:01: damit ich meine Haltung gut einhalte.
00:25:04: Dann
00:25:04: machst du selber aber weiter?
00:25:05: Ich mache da alles selber!
00:25:06: Also ich gehe da brauche nur Training, werde ich wahnsinnig, mit viel Geselligkeit.
00:25:10: Genau.
00:25:11: Das ist supergut weil das bringt dann so, da hat man so stupide Wiederholungen und kann irgendwie gucken dass man jetzt nicht die Rückenprobleme kriegt.
00:25:19: Das finde ich schon
00:25:20: ganz gut.
00:25:20: Über wen lachst Du denn privat?
00:25:22: Was guckst Du Dir allen noch an Kollegen?
00:25:25: Ich versuche
00:25:25: viel zu sehen, so quer und finde das wir in den letzten Jahren, dass sich die deutsche Comedy-Szene sehr gut entwickelt hat.
00:25:33: Und mit Comedy war ich jetzt mal alles was dazugehört insbesondere durch die jetzt nachwachsende jüngere Generationen also die wirklich reinen Standup machen und noch viel mehr von der amerikanischen Art zu unterhalten geprägt sind und auch wo viel migrantische Comedy dazu kommt.
00:25:49: Ich finde das belebt dem Markt ungeheuer.
00:25:52: Gibt es auch Freunde unter Comedians und Corporatisten
00:25:54: bei dir?
00:25:55: Soll es geben, aber
00:25:57: wer so Serda so Muncho mit dem hast du ja lange Podcast gemacht.
00:25:59: Ja, der ist natürlich ein lieber Freund.
00:26:00: Liebe Grüße!
00:26:01: Ja klar, das ist ja auch ein wirklich sehr lieber Kollege.
00:26:06: Oh, wahrscheinlich gerade in der SMS-Geschichte... Wer hat deine Geschichte in meinem Serdaso Munchu?
00:26:11: Ich weiß nicht
00:26:11: mein
00:26:11: Handy auch nicht.
00:26:12: Nein eigentlich weiß ich weiß.
00:26:13: Aber die Haare natürlich so.
00:26:15: da gibt's schon Leute oder viele Kollegen die ich auch sehr mag.
00:26:19: Der Begriff Freundschaft ist für mich dann schon sehr großer.
00:26:22: Über wen lachst
00:26:23: du?
00:26:25: Über viele Leute, ich lache vor allem über die Amis ehrlich gesagt weil ich das finde ich schon.
00:26:29: also ich habe Steven Colbert bis zum Schluss verfolgt.
00:26:32: Ich mag auch Jimmy Kimmel und Bill Maher und diese ganzen Leute Und auch die bösen verschrienen Comedians wie Louis CK und so.
00:26:40: Das find' ich schon toll Wie abgründig sie sind.
00:26:47: Ermutig ist so ein blödes, ausgelutschtes Wort.
00:26:49: Aber die folgen da schon sehr unkonventionellen Bahnen.
00:26:54: Tom Sigoura gesehen?
00:26:55: Die neue Serie auf Netflix?
00:26:56: Nein
00:26:56: noch nicht!
00:26:57: Ab achtzehn...
00:26:58: Gut?!
00:26:59: Das ist
00:27:00: so böse.
00:27:01: Ja?
00:27:01: Aber er ist wirklich ab achtzeh.
00:27:02: Also es ist so viel Splatter.
00:27:05: eine Szene der bestellt irgendeinen Kaffee bei einer Art Starbucks und will einen besonderen.
00:27:10: Macht im Prinzip das mit denen was sie sonst mit uns
00:27:13: machen.
00:27:15: Insistiert nochmal, dass er auch so einen Kaffee kriegt und der macht aber den falschen Kaffe der Typ.
00:27:18: Und dann legt er den ganzen Laden... nimmt alles auseinander!
00:27:23: ...und auch die Personen und reißt ihn in den Unterkiefer raus.
00:27:26: Ja?
00:27:26: Und dann irgendwie kommt die Polizei riesen Einsatz alle tot.
00:27:29: Er sitzt da und die Polizistin sagt, irgendwas passiert.
00:27:32: Die haben wir nicht im richtigen Kaffegen gemacht.
00:27:34: Okay ja, dann ist ja... Dann werden wir sie ja jetzt nicht mehr lachen alle am Ende.
00:27:38: Also es ist sehr, sehr fies gemacht, aber
00:27:42: irgendwie auch gut.
00:27:42: Oh toll!
00:27:43: Das muss ich gucken.
00:27:43: Sehr gut.
00:27:44: Ich
00:27:44: bin immer dankbar für Dinge, die
00:27:46: ich mir nicht
00:27:46: kennengelernt
00:27:48: habe.
00:27:48: Genau.
00:27:48: Ganz viele Tipps in deinem aktuellen Buch.
00:27:50: Da geht's um das Glück?
00:27:51: Ja.
00:27:52: Dass erst kommt wenn man unglücklich ist?
00:27:53: Habe ich das richtig verstanden?
00:27:55: Nein, das stimmt so nicht.
00:27:56: Das wäre eine falsche Schlussfolgerung.
00:27:58: Aber das Glück... Wenn man es denn als Ziel hat, kommt Nicht sagen was so, wenn man zu sehr danach strebt.
00:28:08: Und alles negative und dazu könnten jetzt auch Momente des Unglücksgehörn versucht aus dem Leben auszuschließen.
00:28:14: Dann glaube ich wird es sich nicht einstellen.
00:28:16: Ja hoffen wir mal dass das Glück beim deutschen Fußball nochmal kommt.
00:28:19: hast du das verfolgt?
00:28:20: Ja klar!
00:28:22: Auch mit großer Trauer abends da gesessen oder...
00:28:25: Das war ja dieses Elfmeter da, dass sie dann doch ziemlich verkackt haben, das war ja wirklich mal sehr spannend.
00:28:30: Ich bin sogar aufgeblieben, ich hatte das gar
00:28:31: nicht verstanden.
00:28:32: Ich bin
00:28:32: auch aufgeblieben leider Ja, leider.
00:28:35: Genau und ja
00:28:36: traurig
00:28:37: aber so ist es nächstes Mal was besser jetzt kommt.
00:28:40: Oh wie man hört!
00:28:42: Ich
00:28:43: bin sehr gespannt.
00:28:44: ich werde das weiter verfolgen.
00:28:44: Was machst du jetzt im Sommer noch?
00:28:47: Ich mache
00:28:48: eine Nordsee-Tour, das mache ich immer im Sommer aus Spaß in der Freude.
00:28:51: da fahre ich immer über ein paar Inseln
00:28:53: und
00:28:53: dann trete ich da auf also Norderney, Föhr, Sylt, Juist und so.
00:28:59: und ich mache das weil ich sage... da jetzt nicht zwei, drei Wochen hinfahren und zwar wegen des Wetters.
00:29:06: Weil ich bin so ein Sommerfreund und ich mag in meiner Kindheit viele verregnete Nordsee-Urlaube erleben.
00:29:12: Und deswegen habe ich mir den Trick überlegt, sage ich fartherhin wenn das Wetter schön ist, bin ich wegen des Wetters da... ...und gerne Strand!
00:29:17: Wenn es Wetter schlecht ist dann bin ich natürlich da weil ich abends auftreten muss.
00:29:22: Dann muss sich nichts bereuen.
00:29:24: Das ist fast wie Harald Schmidt oder Drehort vor Drehbuch?
00:29:27: Absolut völlig richtige Losung.
00:29:30: Das bis heute Zeitlos richtig.
00:29:33: Florian, ich danke dir ganz herzlich für den Besuch!
00:29:35: Gerne!
00:29:36: Komm gut mit dem Fahrrad nach Hause, pass auf, dass
00:29:37: du nicht umfällst.
00:29:38: Nein, ich bin mühig.
00:29:39: Danke!
00:29:44: Das war doch wieder eine schöne Ausgabe und wenn ihr Lust habt folgt diesen Podcast gerne und empfehlt Ihnen reichlich weiter.
00:29:49: das Video gibt es immer auf YouTube und sonst sind wir überall da wo es Podcasts gibt.
00:29:54: Alles Wichtige zu Florian in den Show Notes und bis zum nächsten Mal.